Schindeln am Dach

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„Wie ich an dem Morgen vor meiner Tür gestanden bin, der Himmel wie ausgewaschen war und die Tropfen an den Blättern hell gefunkelt haben, da war die Luft vom Schneeberg noch frisch von der Nacht und unten im Tal ist der Nebel gelegen wie eine dicke Daunendecke. Da hab ich es läuten hören, das Zinnglöckerl von der Kirche in Siebenstein. Gleich sechzig Mal. So oft muss es läuten, wenn ein Mannsbild gestorben ist. Und ich hab mich gewundert, weil ich von niemandem gehört gehabt hab, dass in Neiselbach wer krank gewesen wär. Und bei einem Unfall hätt ich in der Nacht die Gendarmerie und die Rettung fahren hören, weil ich wegen dem Röhren von den Hirschen die meiste Zeit wach gelegen bin.“

Bei der Wildfütterung am Fuße des Schneebergs wird eine Leiche gefunden: der Goldbacher-Leonhard, der beliebte und fesche Verwalter von Schloss Fürchtenbert.
Wildererdrama? Tödlicher Streit um Grundstücksgrenzen? Mord aus Eifersucht? Fragen über Fragen für Doktor Patrick Sandor, Kriminalinspektor Müller aus Wien und eine alteingesessene Dorfbewohnerin, die ihnen mit Rat, Tat und Hausverstand zur Seite steht.

„Wunderbare Unterhaltung … sprachlich raffiniert umgesetzt! So muss ein österreichischer Provinzkrimi sein!“ (Petra Hartlieb, Buchhändlerin, Wien)

Haymon Verlag, 2014